Samstag, 18. April 2020, 10 Uhr am Parkplatz im Nationalpark

Exkursion muss leider wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

Da der MNU-Bundeskongress 2020 in Bingen abgesagt wurde, können wir die geplante Exkursion den RNG-Mitgliedern und Interessierten anbieten.

Anmeldung bitte im internen Bereich der RNG-Webseite bzw. unter entenmann@rng-mainz.de

Programm:
ca. 3-stündige Wanderung um das Hangmoor Ochsenbruch mit einem Nationalpark-Ranger
Gemeinsames Mittagessen in einem Nationalpark Hotel-Restaurant
Besichtigung einer historischen Edelsteinschleiferei im Nationalpark
Begehung am Erbeskopf
Besuch im Nationalpark-Informationszentrum am Erbeskopf

Wir fahren mit privaten PKWs. Zur Initiierung von Fahrgemeinschaften versende ich eine Mail an alle angemeldeten Teilnehmer mit den Mailadressen. Mit der Anmeldung zur Exkursion ist jeder mit dieser Vorgehensweise einverstanden.

Ankündigungstext für den MNU-Kongress:

Deutsche Nationalparks stehen für großflächige, naturnahe Landschaften. Deshalb sind sie für die natürliche Entwicklung - für das Entstehen von Wildnis - besonders gut geeignet. Wildnis steht in Nationalparks für natürliche Entwicklung, eine Dynamik, die der Natur freien Lauf lässt. Der Leitgedanke „Natur Natur sein lassen“ beschreibt das Zulassen natürlicher Prozesse, in die wir Menschen bewusst nicht gestaltend eingreifen. Ein Nationalpark dient somit der Umsetzung der Biodiversitätsstrategie.
Einen ganz besonderen Lebensraum bilden die Hunsrückmoore, die aufgrund ihrer Hanglage als „Hangmoore“ bezeichnet werden. Zu den bekanntesten im Nationalpark Hunsrück-Hochwald zählt der Ochsenbruch. Durch aufgestautes, nährstoffarmes Wasser und nebelreiches, kühles und niederschlagsreiches Wetter des Hunsrücks wird die Moorbildung begünstigt.
Allerdings wurde die Speicherfunktion der Moore in der Vergangenheit als nachteilig angesehen, da aufgrund der Nässe keine Forstwirtschaft auf den Moorflächen betrieben werden konnte. Infolgedessen wurden die Moore mithilfe von Entwässerungsgräben entwässert, um auf den Standorten Fichten anbauen zu können. So entstand ein über 100 km umfassendes Entwässerungsnetz.
Ziel ist es heute unter anderem, den Mooren wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu verhelfen. Dies geschieht mittels einer Renaturierung der Moore im EU-Life-Projekt. Dabei konnten bisher mehr als 60 ha Hangmoore renaturiert werden.
Bei der Umrundung des Ochsenbruchs wird ein Nationalpark-Ranger den Lebensraum erläutern und uns die Renaturierungsmaßnahmen näherbringen.
Nach dem Mittagessen in einem Nationalpark-Restaurant wird eine der für den Hunsrück typischen historischen Edelsteinschleifereien besucht. Eine Zeitreise in die Vergangenheit zeigt die harte und schwierige Arbeit in den Schleifereien.
Bei der Rückfahrt über den Erbeskopf (größte Erhebung von RLP) schließt ein Blick über das weite Land, das Moseltal und die Eifel die Exkursion ab.
https://www.nationalpark-hunsrueck-hochwald.de/