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für Aktivitäten im Gelände

aktualisiert: 25. April  2021

 

 

 

 

Tipp für botanische Studien im Gelände:
Frühling in Corona-Zeiten, das bedeutet, dass wir einsam oder zweisam die Natur erkunden und auf die uns liebgewordenen gemeinsamen Begehungen verzichten müssen.
Kein Ersatz dafür, aber eine Bestimmungshilfe für Pflanzen, bietet die App Flora Incognitahttps://floraincognita.com/de/apps/flora-incognita/

Gerne empfehlen wir diese App für das Smartphone bzw. Iphone, die von der Technischen Universität Ilmenau und dem Max-Planck-Institut für Biogeochemie entwickelt wurde und auf der Basis eines Neuronalen Netzwerkes mit über 1 Mio. Daten im Hintergrund funktioniert. Auf der Webseite findet ihr / finden Sie sehr anschauliche Erläuterungen zur Funktionsweise.

Auch Kindern macht diese Art der Naturerkundung Freude.
Bleibt / Bleiben Sie gesund wünscht allen der RNG-Vorstand und -Beirat.

Tipp für botanische Studien/Bestimmungen:
Die Webseite von Thomas Meyer Blumen in Schwaben: http://www.blumeninschwaben.de/
Über 4000 Pflanzenarten sind beschrieben, über ein Artenverzeichnis und gut gegliederten Bestimmungsschlüssel aufzufinden.

Tipp für ornithologische Studien im Gelände:
Mithilfe der App BirdNET kann man im Gelände sehr leicht Vogelstimmen erkennen, bestimmen und zuordnen. Die sehr leistungsstarke App wurde von einem internationalen Team entwickelt. Dies war möglich, da u.a. die Europäische Union und die Bundesrepublik Deutschland mit Fördermitteln unterstützt hat. Wer sich dafür interessiert, was hinter BirdNet steckt, dem empfehlen wir folgenden Youtube-Film: https://www.youtube.com/watch?v=XYAegVfOAA8

Außerdem kann man immer mal bei ornitho.de nachschauen, was in der jeweiligen Region in den gerade zurückliegenden Tage beobachtet worden ist.

Wildpflanzenschutzprojekt

Der Botanische Garten der Universität Mainz beteiligt sich am deutschen Wildpflanzenschutzprojekt. Man kann diesem Projekt auf Instagram folgen https://www.instagram.com/wildwuchs.wips/.

Es gibt natürlich auch eine Webseitei: https://www.wildpflanzenschutz.uni-osnabrueck.de/


Das Wunder von Mainz - 75 Jahre JGU

Link

Wir möchten Ihnen die Ausstellung „Das Wunder von Mainz – 75 Jahre JGU“ empfehlen. Sie können diese bei einem Spaziergang über den Campus der JGU entdecken, denn die Ausstellung in der Schule des Sehens (Jakob-Welder-Weg 18) kann einstweilen jederzeit und barrierefrei von außen betrachtet werden, da sie pandemiebedingt auf die Panaromafront beschränkt werden musste:

Tauchen Sie mit uns ein in die Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Wo heute fleißig gelernt, geforscht und gefeiert wird, befand sich vor 75 Jahren eine Kaserne. Die erstaunliche Entwicklung dieser Kaserne von einem Ort der Gewalt zur größten Universität in Rheinland-Pfalz haben wir anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der JGU ins Zentrum einer Ausstellung gestellt.

Die Ausstellung wird vom 3. Mai bis zum 7. Juni 2021 in der Schule des Sehens gezeigt, ergänzt von einem umfangreichen digitalen Angebot, das neben viele interessanten Objekten auch Tondokumente und Videos für Sie bereithält.

Erzählt wird dabei nicht nur die Gründung der JGU 1946 in deutsch-französischer Kooperation, die bei weitem nicht ohne Schwierigkeiten war. Das ambitionierte Projekt wurde schon von den Zeitgenossen als „Wunder von Mainz“ wahrgenommen. Schlaglichter beleuchten auch gesellschaftliche Themen, die sich in der Universität widerspiegeln. So beispielsweise die Rolle der Frauen, die Aufarbeitung des Nationalsozialismus und das Leben der ersten Studierenden. Darüber hinaus wirft die Schau einen Blick auf vergessen geglaubte Geschichten aus dem Universitätsalltag. Zahlreiche Themen werden darüber hinaus auch in der frisch erschienenen Universitätsgeschichte „75 Jahre Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Universität in der demokratischen Gesellschaft“ aufgegriffen.

 


 

 

 

 

 

Geologische-bergbauhistorische Wanderung zur Spatschlucht bei Schriesheim

Eine Wanderung im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald.

Nachdem wir im Mai 2021 noch keine gemeinsamen Exkursionen durchführen können, geben wir einen Wander-/Exkursionstipp für eine Erkundung im südwestlichen Odenwald, die eigentlich bei der großen Odenwald-RNG-Exkursion im Programm stand.

Spatschlucht, Foto: Elke Entenmann

Infotext an der Spatschlucht:
"Die Spatschlucht ist aufgrund ihrer Bedeutung als kulturhistorisches und geologisches Zeugnis bereits seit dem Jahr 1937 Naturdenkmal. Sie entstand durch den übertägigen Abbau des Schwerspats (Baryt, Bariumsulfat). Er wurde aus heißen, wässrigen Lösungen in einer Verwerfungsspalte ausgeschieden, die sich heute noch anhand ihrer Füllung fast 2 km vom Zins durch das Weittal bins in das Pappelbachtal verfolgen lässt....."

140 Jahre lang wurde Baryt abgebaut. Erst 1939 wurde der Schwerspatbergbau eingestellt.
Wenig entfernt von der Spatschlucht befindet sich der ehemalige Abbaubereich "Lange Schaar-Stollen" und "Obere Griet". Vom Stollenmundloch am Langen Schaar aus führte eine einspurige Gleistrasse zur Verladestation am Martinsbach. Der Weg zum Oberen Griet ist gesäumt von Schürfgräben und Pingen.

Link zum Geopfad-Flyer Steine, Schluchten, Sagen.

Wanderroutenempfehlungen kann man sich bei outdooractive.com unter dem Stichwort Spatschlucht anschauen.
Unsere Route findet man unter folgendem Link.


 

 

 

 

Higlights im März

Ein Ausflug in die Rheinhessische Schweiz lohnt immer. Ganz früh im März blüht dort der Böhmische Gelbstern (Gagea bohemica):

Foto: Elke Entenmann

Als Basis für eine Wanderung empfehlen wir die Hiwwelroute Rheinhessische Schweiz.

 

 

Studien im Garten und in der Natur - April

In voller Blüte steht am 30. April 2020 der Blaurote Steinsame (Lithospermum purpurocaerolum) im NSG Gau Algesheimer Kopf. Es sind riesige Bestände, die dieseits und jenseits der Wege zu bestaunen sind und mit dem zarten Blau einen wunderschönen Anblick bieten.

Ihre Bestäuber, Wildbienen und Hummeln, werden mit  Nektar und Pollen der Blüten belohnt. Die Pflanze ist auch eine Futterpflanze für die Raupen der Spanischen Flagge.

Die steinharten, weißen Samen, die von Sommer bis in den Winter an den braunen, vertrockneten Stielen hängen, sind namensgebend.
Hier findet ihr die Verbreitungskarte für Deutschland.

Foto: Elke Entenmann

 

Im NSG Jakobsberg/Ockenheim, Hohlweg am Friedenskreuz, blühen gerade die Apennin-Sonnenröschen (Helianthemum apenninum).
Eine der ganz großen Raritäten Rheinhessens.
Es kommt in Deutschland nur an sehr, sehr wenigen Standorten vor. Hier könnt ihr euch überzeugen: http://www.floraweb.de/webkarten/karte.html?taxnr=2772

Dass diese Art bei uns noch nicht verschwunden ist, verdanken wir den professionellen Biotop-Pflegenmaßnahmen!!!

Foto Günther Entenmann

Die Apfelbäume der Naturschutzgruppe Ingelheim (NSGI) zwischen Heidenfahrt und Ingelheim am Leinpfad und am Radweg westl. von Frei-Weinheim blühen zur Zeit wunderschön und sind einen Besuch wert.

Foto Wolfgang Tschuck

 

Purpurknabenkraut (Orchis purpurea) beginnt gerade (20.4.2020) zu blühen, z.B. am Zotzenheimer Horn.
Bitte daran denken: Nur schauen, freuen, fotografieren, niemals pflücken!

Fotos Elke Entenmann

Es lohnt sich bei den Spaziergängen auch mal die Eichen anzuschauen. Sie blühen zur Zeit. Nicht wundern: Eichen sind einhäusig, d.h. ein Baum hat sowohl weibliche als auch männliche Blüten. Die männlichen sind leicht zu sehen. Die weiblichen muss man schon suchen. Wer eine Lupe zur Hand hat, kann die winzig kleinen weiblichen Blüten noch besser studieren.

Foto: Elke Entenmann

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Dunkler Dickwanst, Schillerwanze (Eysarcoris venustissimus)
Garten in Ingelheim
Foto: Günther Entenmann

Diese sehr häufige kleine Baumwanzenart besiedelt Staudenfluren an Laubwaldrändern, Wegrainen und feuchten Wiesen.
Sie ist weitverbreitet in Europa vom Atlantik bis Sibirien und nach Süden bis Nordafrika.
Die Tiere leben gesellig auf und unter ihren Futterpflanzen, an denen auch die Eiablage erfolgt und die Larvenentwicklung stattfindet.
Es sind werden Lippenblütengewächse besiedelt (z.B. Stachys, Galeopsis, Lamium, Ballota) .
Erwachsene Tiere überwintern und legen im Frühjahr bis in den Frühsommer Eier.
Larven sind so bis in den Spätsommer zu finden - die ersten erwachsenen Tiere der neuen Generation sind Anfang August zu finden.

 

Tipp für eine Wanderung - April

Der Lieberg bei Gau Odernheim - Wilde Tulpen (Tulipa sylvestris) und Turmfalken

Zwei Turmfalkenpaare in Konkurrenz um einen Nistplatz auf dem Lieberg

Fotos Elke Entenmann


 

 

 

Sommerflora und -fauna im Juli / August 2020

Ein Besuch im NSG Kalksteinbrüche Rosengarten bei Guntersheim lohnt auch im Hochsommer!

https://wonnegau.bund-rlp.de/themen-und-projekte/naturschutzgebiet-kalksteinbrueche-rosengarten/
Siehe auch RNG-Exkursionschronik Juni 2020. Vergangene Woche flogen noch große Mengen von Bläulingen: Polyommatus coridon, Silbergrauer Bläuling

 

 

 

 

Das Aulheimer Tal bei Flonheim im Spätherbst

Auf einem Weinlaubblatt entdeckte Enikö Tweraser dieses spannende Objekt. Es handelt sich um die Oothek (ein Schaumnest als Eipaket) einer Gottesanbeterin (Mantis religiosa). Die Weibchen legen ihre Schaumnester an Ästen oder auf glatten Flächen ab. Die Oothek ist zunächst weich und trocknet schnell, um fest und hart zu werden. So werden die Eier bis zum Schlüpfen gut geschützt, nicht nur mechanisch sondern auch thermisch.
In Rheinhessen werden immer häufiger europäische Gottesanbeterinnen beobachtet. Die im 18. Jh. erstmals in Deutschland beobachtete Fangschreckenart gilt inzwischen als stabil etabliert, wie auch eine Studie der Universität Mainz belegt. Eine Zusammenfassung gibt es bei diesem Link.

Foto: Janosch Tweraser

 Weitere Impressionen beim herbstlichen Spaziergang mit Fotos von Elke Entenmann:

Der berühmte Flonheimer Trullo

Boviste im Weinberg

Jetzt leicht zu finden: Achate in Feld und Flur.

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Spätherbst im Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Die Börfinker Ochsentour

Ein Natur-Wandertipp außerhalb Rheinhessens von Knut Jäger

Auf der Webseite des Nationalparks findet man Informationen.

Das Hangmoor Ochsenbruch

Die artenreichen Wiesen im Spätherbst.